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10.12.2016

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Woche 7 (16. - 22. November)

Von Albany ging unsere Reise weiter nach Esperance. Zuerst machten wir aber noch einen Stopp beim Munglinup Beach, wo wir über Nacht unser Lager aufschlugen. Bei diesem Beach trifft auch der Rabbit Proof Fence No. 1 aufs Meer.

Hasenzaun Zaun_Grafik
Der Rabbit-Proof Fence (englisch für ‚kaninchensicherer Zaun‘), eigentlich jedoch State Barrier Fence of Western Australia und heutzutage eher als The Vermin Fence bekannt, war ein Schutzzaun in Weternaustralien, um vorwiegend Kaninchen (aber auch andere Tiere) daran zu hindern, sich auf dem dortigen Weide- und Ackerland auszubreiten oder Krankheiten einzuschleppen. Er wurde zwischen 1901 und 1908 erbaut und bestand aus drei Teilzäunen mit einer Gesamtlänge von 3.256 km. Die Kosten betrugen damals 337.841 Pfund Sterling. (Quelle: Wikipedia)

Er hat jedoch seine Wirkung verfehlt,  da die schlauen Häschen auch unter dem Zaun hindurch graben konnten. So gibt es jetzt einen 1833km langen rostigen verwahrlosten Zaun, der von Port Hedland im Norden bis nach Hopetoun im Süden reicht.

Da der Munglinup Beach an einer 4WD-Strasse gelegen ist, hatte es auch nicht so viele Leute. Nur noch zwei weitere Fahrzeuge, also perfekt für uns. Das Wetter spielte auch wieder besser mit und so wurden die Temperaturen langsam wieder angenehmer und auch die Sonne zeigte sich wieder länger. An alle Daheimgebliebenen: Der Sommer kann nun wieder kommen!

In Esperance machten wir als erstes den Great Ocean Drive. Dies ist eine 40km lange Strasse, die an verschiedenen wunderschönen Stränden vorbeiführt. Man könnte fast sagen, dass jeder Strand schöner ist als der andere. Ihr könnt euch ja selbst ein Bild machen und in der Photogallerie mehr dazu...

schner_BeachEiner unter vielen traumhaften Stränden...

Als wir von einem Strand zurück zum Parkplatz kamen, entdeckten wir plötzlich eine Gottesanbeterin (Insekt), welche halb aus dem Motorhauben-Schlitz schaute. Sie versuchte hinaus zu krabbeln, rutschte jedoch immer aus. Obwohl wir beide Insekten nicht so mögen, entschieden wir uns, sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Wir öffneten also die Motorhaube und hofften, dass sie von alleine davon fliegt, das war aber weit gefehlt. So nahmen wir ein Papiertaschentuch zu Hilfe und stellten uns so blöd an, dass sogar ein Australier zu uns kam und fragte, ob denn alles in Ordnung sei mit unserem Motor oder ob wir Hilfe bräuchten.  Als er erfuhr, dass wir nur eine Gottesanbeterin befreien wollten, musste er lachen und ging wieder weg.

Haube_aufJaja, Frauen und Insekten. Da sind Männer doch viel mutiger zwinkernd

Schlussendlich flog sie dann an unsere Windschutzscheibe und wir fuhren weiter und konnten sie noch ein wenig beobachten bis sie ganz davonflug.

Ebenfalls in Esperance war auch wieder mal Waschtag angesagt bevor es dann weiter ging Richtung Cape Le Grand NP. Dieser Nationalpark ist bekannt für seine weissen Sandstrände und wunderschönen Buchten. Wir gingen zu den verschiedenen Buchten und Stränden und übernachteten an der Lucky Bay. Dort hat es auch ganz viele Kängurus, welche gar keine Scheu zeigen. Sie schleichen auf dem Campingplatz umher und rennen nicht mal weg, wenn man sich ihnen nähert.

Kaengeruh_Lucky_Bay
Immer wieder süss anzuschauen

Lucky_Bay
Strand von Lucky Bay

Am nächsten Tag gingen wir weiter via Parmango Road (unsealed) zum Eyre Highway und damit Richtung Nullarbor Plain.


Tscheggi versucht euch den Weg zu beschreiben... (es sind 146,6km)

Nullarbor ist lateinisch und bedeutet soviel wie keine Bäume. So kann man sich eine karge Landschaft vorstellen. Höhepunkte des Nullarbor Plains sind sicherlich die längste gerade Strecke Australiens mit 146.6 km und die Bunda Cliffs nahe der Grenze Western Australia/South Australia.

Nullarbor_Schild
Wer ist hier denn komisch?

Bei der längsten geraden Strecke haben wir exakt in der Mitte Fahrerwechsel gemacht, damit beide etwas davon hatten. Es ist schon speziell, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran, dass man ausser Gaspedal drücken und wach bleiben nicht viel machen muss.

Spazieren_auf_der_Strasse
Auf dem Nullarbor-Eyre-Highway. Antraben zum Alkoholtest... zwinkernd

Auf dem Eyre Highway verkehren sehr viele Roadtrains. So wurden wir bei unserer ersten Übernachtung bei einem Roadhouse immer wieder geweckt, da das Roadhouse 24h Betrieb hat und die „Roadys“ auch nachts fahren und deren Motor tönt nun wirklich nicht leise. Trotzdem hören wir diesen Ton gerne, diese Trucks kann man halt nicht mit unseren „Spielzeug-Lastwagen“ vergleichen. Im Nullarbor Plain gibt es zwar nicht viele Bäume (diejenigen, die es hat, wachsen schon ganz krumm vom stetigen und starken Wind), dafür sahen wir eine Menge Kängurus und Emus mit Jungen.

WA_SA_Schild
South Australia vs. Western Australia

Schild_Eucla
Wo will ich denn meinen nächsten Geburi feiern??? unentschlossen

In Eucla an der Grenze zu South Australia machten wir einen Frühstücks-Stopp und kauften Kuchen für Tscheggis Geburtstag. Uns fiel auf, dass die Roadtrains nach der Grenze anhalten und die Bezeichnungsschilder „Roadtrain“ zu „Long vehicle“ wechselten. Das wunderte uns schon ein wenig uns so fragten wir den nächsten Fahrer, der ein Schild wechselte, wieso er das denn tue. Er antwortete uns, dass die Bezeichnung „Roadtrain“ nur für Western Australia und Northern Territory richtig sei und der Truck in South Australia mit „Long vehicle“ bezeichnet werden muss. Wird das unterlassen und die Polizei erwischt einem, dann gibt es eine Busse. Für uns ist das einfach nur strange und crazy und wir finden, dass das fast eine Schikane für die Roadtrain-Fahrer ist. Uns gefällt auf jeden Fall die Bezeichnung Roadtrain viel besser und diese gehört auch zu Australien, egal in welchem Bundesstaat man ist! Ebenfalls an der Grenze zu South Australia mussten wir die Uhren um 2.5h vorausstellen. Eigentlich wären es ja nur 1.5h, da aber South Australia eine Sommerzeit (+1h) hat und Western Australia nicht, sind es eben 2.5h.

Ein paar Kilometer nach der Grenze gibt es Lookouts, wo man fantastische Sicht auf die imposanten Bunda-Cliffs hat. Die Klippen sind so imposant, dass wir noch stundenlang auf dem Lookout hätten stehen und staunen können.

Klippen
Bunda Cliffs. Meer, 50m senkrechte Felsen...faszinierend...überrascht

Die lange Fahrt ging dann via Nullarbor Roadhouse weiter nach Fowlers Bay, wo wir Tscheggis Geburtstag feierten und noch 2h mit einem australischen Ehepaar redeten und Wein tranken. Fowlers Bay ist ein kleines „Kaff“ mit ca. 20 Einwohnern, trotzdem bringen sie es zustande morgens um 2 Uhr ein Feuerwerk zu zünden. Wirklich unglaublich. Wir (Denise) sind in unserem Mister Big so erschrocken, dass wir (Denise) danach sicherlich 2 Stunden nicht mehr einschlafen konnten. Somit waren wir (Denise) am nächsten Morgen auch nicht so richtig fit und entschieden uns nur bis Streaky Bay zu fahren und dort einen faulen Tag zu machen. Streaky Bay liegt an der oberen Westküste der Eyre Peninsula und hat eine schöne Bucht. Aber das ist dann auch schon alles. Somit ging unsere Reise bereits am nächsten Tag weiter Richtung Elliston, wo man einen wunderschönen Scenic Drive an den Klippen entlang machen kann. Und wäre das nicht schon genug, haben sie auch noch verschiedene Skulpturen an den Klippen aufgestellt was den ganzen Drive nochmals interessanter macht.

Denise_mit_Skulptur
Der kleine Kerl fühlt sich offenbar wohl in der Nähe von Frauen...Playboy pur...

Vor Elliston kann man noch einen kleinen Umweg fahren und kommt an einen Lookout, wo man Seelöwen beobachten kann. Natürlich durften wir uns diese Tiere nicht entgehen lassen und schauten diesen süssen Kerlen lange beim Spielen, faul Rumliegen und Schwimmen zu.

Faule_Seelwen
Faulpelze...
 

Somit ging wieder einmal eine Woche zu Ende und schon bald sind wir zwei Monate unterwegs Schreiend Wie die Zeit vergeht...
Wie immer könnt ihr in der Photogallerie weitere Bilder beäugeln oder so...