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10.12.2016

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Woche 5 (02. - 08. November)

distanz uluru
Auch beim zweiten Aufeinandertreffen mit dem Uluru NP war die Vorfreude gross.

Unsere Reise führte uns in dieser Woche zuerst zum Uluru-Kata Tjuta NP. Leider hatten wir am ersten Tag nur Regen und so gingen wir nur kurz in den Nationalpark, um schnell einen Blick auf den Uluru zu erhaschen und dann noch ins Kulturzentrum zu gehen.

schlechtwetter uluru
Auch diese Ansicht ist faszinierend!

Sonst machen wir nicht viel und beschlossen, dass wir es am nächsten Tag gar nicht erst mit dem Sonnenaufgang versuchen, da auch für diesen Tag nicht gerade schönes Wetter vorausgesagt wurde. Da es glücklicherweise nur bewölkt war, beschlossen wir den Uluru Base Walk (10.6km) um den Uluru herum zu machen. Auf diesem Walk lernt man den Berg von den verschiedensten Seiten kennen und hat Anblicke, bei denen man nicht sofort merkt, dass es sich um den berühmtesten Berg Australiens handelt. Wunderschön!

uluru unbekannt 1
Hättet ihr ihn erkannt?

uluru unbekannt 2
Oder hier?

Da wir für diesen Tag nicht genug Beinarbeit gemacht haben, unternahmen wir auch noch einen 7.4km Walk bei den Olgas (Kata Tjuta). Dieser Walk namens „Valley of the Winds“ hat es uns angetan und hat uns noch besser gefallen als der Walk beim Uluru. Wir konnten sogar Kängurus beobachten. Und die Aussicht war einfach genial.

knguru olga
Känguruh pur...

walk aussicht olga
So eine tolle Aussicht hätten wir von den Olgas nicht erwartet

Am zweiten Tag klingelte unser Wecker um 4.45 Uhr, da wir den Sonnenaufgang sehen wollten. Tatsächlich hatten wir Glück und das Farbenspiel war toll.

uluru sunrise
Ohne Worte...

Da wir uns gut fühlten und für diesen Tag nichts geplant hatten, gingen wir direkt nach Sonnenaufgang eine Runde joggen – ja genau eine Runde um den Uluru. Es hat wirklich Spass gemacht die erstaunten Gesichter der Leute zu sehen. Die konnten es gar nicht glauben, dass es so Spinner gibt, die die „lange“ Strecke noch joggen. Eine Reiseleiterin hat sogar zu ihrer Reisegruppe gesagt „Oh, look at these fit guys“ und die ganze Gruppe hat sich zu uns umgedreht, war ja überhaupt nicht peinlich.

Am Nachmittag machten wir dann nicht mehr viel und erkundigten uns auf dem Polizeiposten noch über den Strassenzustand der Great Central Road,  da dies eine ca. 1000km lange Sandpiste von Yulara (Northern Territory) nach Laverton (Western Australia) ist und diese nach heftigen Regenfällen oft tagelang gesperrt ist. Wir waren froh, dass sie nach den letzten Regenfällen nur für Fahrzeuge über 3 Tonnen gesperrt war. Wir wissen zwar das Gewicht unseres Mister Big nicht, schätzen ihn aber doch leichter als 3 Tonnen (sogar inkl. uns).

So brachen wir also auf zum Abenteuer Great Central Road. 

schild gcr
Stolz vor dem Schildchen Cool

weite gcr
Noch scheint die Sonne...

Bei den Olgas war auch schon die Abbiegung Richtung Western Australia Grenze. Am Anfang hatte es nur ein paar Pfützen von den Regenfällen und mit der Zeit waren auch diese ganz verschwunden. Unser erster Stopp war in Docker River. Das ist die letzte Aboriginal Gemeinde auf Northern Territory Boden. Die Zufahrt zur Gemeinde ist für Reisende gesperrt, man darf lediglich eine Strasse zum Roadhouse nehmen. Wir waren aber schon ein wenig geschockt. Überall liegt Müll und es hat ganz viele streunende Hunde. Die Zapfsäulen beim Roadhouse waren vergittert und abgeschlossen. Man musste sich zuerst im Roadhouse melden und dann kam jemand, der dann tankte. Wir waren froh, als wir unsere Fahrt fortsetzen konnten und überquerten die Grenze zu WA und hatten somit eine Zeitverschiebung von 1.5h. Via Warakurna Roadhouse ging es vorbei an zahlreichen am Strassenrand abgestellten Schrottautos (auf den 1000km haben wir sicherlich 30 Schrottautos gesehen, welche einfach am Strassenrand entsorgt wurden) zum Warburton Roadhouse, wo wir auch übernachteten. Da es die ganze Nacht regnete, erkundigten wir uns als erstes über den Strassenzustand. Leider wussten die Besitzer auch nicht mehr und rieten uns einfach mal die 250km zum nächsten Roadhouse zu fahren und uns da zu erkundigen. Die Strasse sah nun gar nicht mehr schön aus. Überall hatte es grössere Pfützen und man musste sich beim Fahren ziemlich konzentrieren. Auch beim Tjukayirla Roadhouse wusste man nichts mehr, ausser dass es immer noch für Fahrzeuge über 3 Tonnen gesperrt war. Wir assen zu Mittag und obwohl eigentlich hier eine Übernachtung geplant war, entschieden wir uns unsere Reise fortzusetzen um noch ohne Strassensperre durchzukommen.

gewitter gcr
Mit einem mulmigen Gefühl setzten wir unsere Fahrt fort Surprised

Auf der Strassenseite begegneten uns eine Herde Dromedare und ein bisschen weiter lagen sogar 3 Dromedare am Strassenrand. Es sind jedoch sehr scheue Tiere und gehen sofort weg oder stehen auf, sobald sich jemand nähert. Der Himmel wurde immer wie schwärzer und plötzlich waren wir in einem heftigen Gewitter. Es regnete immer wie fester und auch die Strasse wurde immer mehr zum Bach und plötzlich standen wir vor einem regelrechten Bach.

strassenbach gcrUnsere Wasserstrasse war da!

 
Hier noch was zum schmunzeln Laughing


Die ganze Strasse war auf einer Länge von ca. 1km komplett unter Wasser. Wir fühlten uns, als ob wir in der Dünnern von Oensingen nach Oberbuchsiten fahren würden. So etwas hatten wir noch nie erlebt, aber das Ganze, wie auch die lediglich 9 Fahrzeuge, welche wir auf der gesamten Strecke von 1000km kreuzten,  war Abenteuer pur. Das ist ein richtiges Outback-Erlebnis, welches wir nie vergessen werden. Wir kamen genau bei Sonnenuntergang auf dem Zeltplatz in Laverton an und waren froh, dass es nicht mehr regnete.

mister big dreckig
Eine Dusche täte ihm gut...

Am nächsten Morgen kam unser Camping-Nachbar zu uns, um uns mitzuteilen, dass wir vorne links einen Plattfuss haben! Es zeigt sich, wie zuverlässig unser Mister Big doch ist, da er mit dem Plattfuss bis zum Zeltplatz gewartet hat und nicht schon auf der Great Central Road geschwächelt hat. Tscheggi hat den Reifen bravourös gewechselt.

Reifenpanne
Ohne Morgenessen, schon bei der Arbeit!!! Lachend

Wie es sich zeigte, war es sowieso nicht Mister Big’s Tag. Wahrscheinlich hat er am Vortag zu viel Wasser verschluckt! Plötzlich merkten wir nämlich, dass die Blinker nicht  funktionieren und als wir bei einer Tankstelle einen Lichtercheck machten, funktionierte auch das Stopplicht nicht mehr. Auch hier war Tscheggi wieder der Mann der Stunde und wusste, dass es sich um die Sicherungen handeln muss. Wir entdeckten, dass diverse Sicherungen kurzgeschlossen waren und haben ein paar ausgetauscht, da wir keine Ersatzsicherungen hatten. Uns war wichtig, dass die Stopplichter und Blinker funktionierten, dafür verzichteten wir auf die Scheibenwischer und Geschwindigkeitsanzeigen. Wir fuhren also mit Tempo „0“ nach Kalgoorlie wo wir als Erstes neue Sicherungen kauften und unser Auto wuschen. Zu erwähnen wäre noch, dass die Polizei vor dem Wechsel der Sicherungen hinter uns herfuhr als wir auf eine Kreuzung zufuhren und ja weder blinken noch stoppen konnten, sie es aber nicht für nötig hielten uns zu informieren. Die haben halt andere Sorgen. J

In Kalgoorlie besuchten wir die Mining Hall of Fame, wo wir verschiedene Häuser, Utensilien, Maschinen, etc. aus früheren und jetzigen Minenzeiten begutachten konnten. Besonders fasziniert waren wir vom Truck 793 C.

truck
Dieses Monster kostet ca. 4 Millionen Franken, wiegt beladen 383 Tonnen!!!

So, wir denken, das waren genug Erlebnisse für eine Woche.