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10.12.2016

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Woche 22 (03. März - 10. März)

Für diesen Bericht, benötigt man ein wenig mehr Zeit als gewöhnlich Zunge raus Inhalt: ein paar Wörter, mehrere Bilder & 3 Video`s

Nach Wanaka erreichten wir Queenstown, wo uns wunderschönes Wetter erwartete. Da für die nächsten paar Tage die Wettervorhersage gut war, entschieden wir uns 3 Nächte in Queenstown zu bleiben. Kaum angekommen führte uns unser Weg direkt ins Visitor Centre, wo wir zwei verrückte Touren buchten. Mehr dazu später...

Als erstes entschieden wir uns mit der Gondel auf den Hausberg von Queenstown zu gehen. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, den See und die umliegenden Berge, welche noch ein wenig in Wolken waren. Als ob wir noch nie Gondel gefahren wären, wurden wir - kaum in der Gondel sitzend – fotografiert. Dieses Foto hätten wir dann später kaufen können. Da für uns Schweizer eine Gondelfahrt aber nicht sooo... weltbewegendes ist, verzichteten wir gerne darauf. Fürs Foto mussten wir trotzdem hinhalten.

Gondel_Queenstown
Blick vom Hausberg auf Queenstown von 800 m.ü.M. Es ist Ende Sommer! Doch es war xxx-kalt!!!

Am späteren Nachmittag schlenderten wir gemütlich durchs Städtchen und gingen wieder einmal fein essen. So und jetzt endlich zu unserem nächsten Tag:

Wir haben eine Combo-Tour Jetboat und Canyon Swing gebucht. Zuerst aber alles der Reihe nach: Wir wurden in Queenstown abgeholt und mit dem Bus zum Shotover-Canyon gebracht. Dort wartete bereits ein Jetboat auf uns. In diesem Boot rasten wir den engen Canyon hinauf und hinunter. Unser Fahrer fuhr dabei sehr nah an den Felswänden vorbei und machte auch noch 360 Grad-Drehungen. Es war wirklich ein Gaudi in diesem schnellen Boot die Schlucht zu befahren. Nach ca. 30 Minuten war der Spass auch schon vorbei und dieses Mal kauften wir auch das komplette Foto- und DVD-Paket zur Erinnerung (in der Schweiz gibt’s dieses Abenteuer ja nicht).



Durch einen Bergfluss mit einem Jetboat zu fahren?! Das kommt nur den Kiwis in den Sinn!

Nach einer kleinen Wartepause von 20 Minuten gings dann weiter. Wir wurden von Logan abgeholt und mit einem kleinen Bus noch weiter in den Canyon hinein gebracht. Hier ein paar Infos zum Canyon-Swing: Man springt von einer Plattform, die über 100m hoch über dem Canyon ist, hat dann 60m freien Fall, nach diesem Fall schwingt man dann wie Tarzan ca. 200m quer durch die Schlucht und dies mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150km/h! Also nichts für schwache Nerven.

My_First_Canyon_Swing_-_Multi-shot
Wenn man am Rande der Plattform steht denkt man nicht mehr so mutig Cool


Unser erster Swing!!! Um jegliches Risiko auszuschliessen, wollten wir zusammen springen! zwinkernd

Es gibt verschiedene Arten von Sprüngen und wir entschieden uns für einen Tandem-Sprung. So hingen wir wenigstens am gleichen Seil.  Zuerst wollten wir eigentlich von alleine springen, wenn man aber dann plötzlich am Abgrund steht und keine Abgrenzung mehr zwischen einem und dem Abgrund ist, sieht das Ganze dann schon ein wenig anders aus. Irgendwie ist ein Sprung in die Schlucht mit dem normalen Menschenverstand nicht zu vereinbaren und so entschieden wir uns für einen Cut-Sprung. Wir wurden also über den Abgrund hinaus befördert und überliessen es dem „Spring-Meister“ den Hacken zu lösen, um den endlich zu fliegen. 3-2-1 und go! Wir haben noch nie ein solches Gefühl erlebt, einfach genial!!! Und weil es so schön war, wollte (naja... wollte?) Tscheggi nochmals einen Sprung machen, diesmal alleine und rückwärts. Denise liess es bei diesem ersten Sprung bleiben.


Es sind Freudenschreie!!!!!!! Cool
 

So ging auch unser zweiter Tag in Queenstown wie im Flug vorbei und den dritten Tag liessen wir wieder ein bisschen relaxter angehen. Wir machten einen Ausflug ins Dörfchen Arrowtown. Ein wirklich altes und „herziges“ Dörfchen, leider viel zu viele Touristen und weil man die Autos sogar auf der Strasse vor den alten Gebäuden parkieren darf, konnte man leider nicht sehr schöne Fotos machen.

Arrowtown__Denise
Arrowtown, ein wirklich, wirklich altes Städtchen

Von Queenstown ging unsere Reise weiter nach Te Anau, den Ausgangspunkt für den Kepler Track. Zuerst machten wir aber eine Tour zum Doubtful Sound. Der Doubtful Sound ist eigentlich ein Fjord und kein Sound. Der Unterschied besteht darin, dass ein Sound von einem Fluss geformt wird und ein Fjord von einem Gletscher. Zuerst mussten wir ca. 1h mit dem Boot über den Lake Manapouri fahren, dann gings mit dem Car ca. 45min über ein Gebirge bis wir endlich an der Deep Cove, dem Ausgangspunkt für die richtige Bootsfahrt ankamen. Zuerst war das Wetter nicht so toll, aber kaum sind wir an der Deep Cove angekommen, hatten wir strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Das Fjord ist ca. 20km lang und erreicht dann die unruhige Tasman Sea. Wir fuhren der einen Seite entlang bis zur Tasman Sea und an der anderen Seite zurück. Dazwischen machten wir noch Abstecher in verschiedene Seitenarme des Fjords. Es ist wirklich eindrücklich, wenn man die steilen Berge links und rechts bewundert, die bis ca. 800m aus dem Meer ragen und dann noch weiss, dass das Meer ca. 500m tief ist. Auf dem Weg zurück hatten wir das Glück und sahen noch 3 Gelb-Augen-Pinguine und zahlreiche Seelöwen. Das Schöne am Doubtful Sound ist, dass es weniger touristisch ist als sein kleiner Bruder, der Milford Sound. Es gibt lediglich 2 Anbieter, die eine Tour in den Doubful Sound organisieren. Somit hat es fast keine Leute und ist viel ruhiger. Zurück ging es dann wieder per Bus und Boot.

Doubtful_Sound
Doubtful Sound

Doubtful_Sound_2
Doubtful Sound

Für die nächsten 2 Tage war dann der Kepler Track angesagt. Eine 60km lange Rundwanderung, die über eine 1500m hohe Bergkette führt, dann in eine Gratwanderung übergeht, bevor es dann wieder auf 500m hinuntergeht und dann für ca. 30km durch Wälder führt. Den Kepler Track kann man als 2-4 Tages Wanderung machen. Es gibt 3 Hütten zum Übernachten und 2 Campingplätze. Da wir keine Freunde von Hütten sind (uns graust es mit so vielen unbekannten Leuten im selben Schlag zu schlafen) und auch nicht 2 Tage aufs Duschen verzichten wollten, entschieden wir uns den Kepler Track in 2 Tage zu absolvieren und zu campieren. Im Visitor Centre rieten sie uns zwar davon ab, da es doch ein sehr anstrengender erster Tag sei, aber wir liessen uns nicht beirren. So starteten am Morgen früh vollbepackt bei klirrender Kälte (0 Grad) und konnten nach ca. 15min. wandern einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Lake Te Anau bewundern.

Kepler_Track_Tscheggi
0 Grad war es an diesem Morgen Betreten

Der Weg ging dann noch ein Stück am Seeufer entlang, bevor dann der Aufstieg zur Luxmore Hütte und den Mount Luxmore kam. Oben angekommen hatten wir die ersten 1000 Höhenmeter überwunden und konnten 2 Keas (Bergpapageie) beim Fressen beobachten. Danach kam die Gratwanderung, wo man tolle Aussichten auf die umliegenden Berge und den Lake Te Anau geniessen kann. Zum Glück hatten wir wieder strahlend blauen Himmel und Sonnenschein pur. So war die Aussicht noch besser.

Kea_Vogel
Der Kea.
Das „Untersuchen“ von Gegenständen, die von Touristen mitgebracht und unbewacht liegen gelassen wurden, geht häufig nicht ohne Beschädigung einher. Geparkte Autos sind besonders betroffen.

Kepler_Track_Denise
Ja! Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück! Hier in der Gegend fällt an ca. 300 Tagen im Jahr Regen!

Kepler_Track_Denise_mit_Power
Auf der Gratwanderstrecke musste eine kleine Powererfrischung eingenommen werden

Zum Glück regnete es nicht, gell Tscheggi (Insider)?! Am Ende der Gratwanderung kommt dann der Abstieg zur Iris Burn Hütte und dem dazugehörenden Campingplatz. Nach ca. 28km und 1000 Höhenmeter auf und ab kamen wir nach 8.5h wandern müde auf dem Campingplatz an. Wir schliefen noch bei Tag ein. Der zweite Tag war dann nicht so interessant, da es nur noch durch Wälder ging. So entschieden wir uns den Kepler Track bereits nach 51km zu beenden, da die restlichen 9km nur noch am Fluss entlang führten. Mit dem Shuttle Bus gings dann zurück nach Te Anau auf den Campingplatz. Bevor wir uns eine feine Pizza bei einem wirklich "echten" Italo (ist eine Seltenheit in NZ) gönnten, gingen wir wieder einmal ins Spa, wo wir uns ein wenig von den Strapazen erholen konnten!

Briefkasten
Die verrückten Kiwis und ihre Briefkasten!

Tscheggi__Riesenrucksack
Den wollte ich eigentlich mit auf den Kepler Track mitnehmen Lachend Durfte aber nicht!!! zwinkernd