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10.12.2016

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Woche 21 (25. Feb. - 02. März)

Heute mussten wir früh aufstehen, da wir bereits die erste Whale watching Tour des Tages gebucht hatten. Wieder hatten wir (dieses Mal nur Denise) unsere Tabletten gegen Seekrankheit geschluckt und wieder mit Erfolg. In Kaikoura kann man Pottwale beobachten. Pottwale halten sich in tieferen Gewässern auf und können bis 2‘500m tief (!) tauchen. Da sie zu schwer sind für Sprünge kann man die Pottwale eigentlich nur beim Abtauchen fotografieren und dann sieht man halt lediglich die Flosse, was aber immer noch sehr beeindruckend ist. Die Pottwale sind dauerhaft in Kaikoura anzutreffen, da es vor der Küste einen tiefen Canyon gibt, der es den Pottwalen ermöglicht, ihrer Taucherei nach zu gehen. Wie konnten 4 Pottwale und zahlreiche Delfine beobachten.

Whale_Kaikoura_Spritz
Das Foto verfälscht ein "wenig" die Grösse. Sehr eindrücklich ein tonnenschweres Tier schwimmen zu sehen!

Whale_Kaikoura_Flosse
Beim Eintauchen

Auch diese Tour hat uns wieder super gut gefallen und es wird bestimmt nicht unsere letzte Walbeobachtungstour gewesen sein. Unsere Reise ging dann weiter über den Lewis Pass nach Hanmer Springs. Hanmer Springs ist in den Bergen gelegen und im Winter ein Skisportort. Diese Ortschaft erinnerte uns extrem an die Schweizer Berge.

Da das Wetter für die nächsten Tage gut war, machten wir uns auf zum Abel Tasman NP, wo wir eine 2-Tageswanderung machen wollten. Zuerst entspannten wir uns aber noch in Motueka, einer Ortschaft neben dem Abel Tasman NP gelegen. Der Zeltplatz dort ist wirklich grandios, mit top Einrichtungen und sehr grossen Zeltplätzen! Falls jemand in der nächsten Tag nach Neuseeland geht, können wir diesen Campingplatz empfehlen! Am Montag hiess es dann wieder einmal früh aufstehen und zum Abel Tasman NP fahren. Zelt, Schlafsäcke und Esswaren waren gepackt und so konnte unsere Wanderung beginnen.

Handstang_Tscheggi_auf_der_Insel
Am ersten Tag im Abel Tasman, hatten wir noch genügend Energie überrascht

Tscheggi_und_das_Gepaeck
Vollbepackt gings los...

Am Anfang war das Wetter noch nicht so schön, aber gegen Mittag zeigte sich dann endlich die Sonne und der Himmel war plötzlich wolkenlos. Wir wanderten an wunderschönen Buchten und goldenen Sandstränden vorbei und natürlich immer im Regenwald. Mal ging es über eine Hängebrücke, dann machten wir wieder halt an einem menschenleeren Strand, einfach wunderschön. Nach etwas mehr als 20km war für den ersten Tag Schluss mit Wandern. Den Campingplatz hatten wir am Medlands Beach gebucht und als wir da ankamen gab es nur ein Wort: „WOW!“ Einen solchen Campingplatz hatten wir noch nie. Wir konnten direkt am Meer zelten, super!

Denise_im_Wald
Die Bäche wurden nicht immer mit Hilfe von Brücken überquert!

Tasman_Beach
Wandern entlang der Küste und durch Regenwälder


Hier haben wir übernachtet. Einer der schönsten und "ruhigen" Campgrounds auf der Strecke!

Am Anfang war das Rauschen des Meeres ja noch spannend, als es aber in der Nacht immer wie lauter wurde wegen der Flut und wir deswegen nicht mehr schlafen konnten, nervten wir uns ein wenig. Auch die Possums auf den Bäumen machten einen riesen Krach. Trotzdem war es ein einmaliges Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Da wir am nächsten Tag das Schiff zurück bereits am 11.00 Uhr gebucht hatten, vorher aber noch 11km zu laufen hatten, standen wir schon früh auf. Zuerst musste aber noch ein Fluss überquert werden, der nur bei Ebbe überquert werden kann, jedoch nicht ohne nasse Füsse zu bekommen.

Tscheggi_und_der_Fluss


Die letzten Kilometer schafften wir im Nu und waren bereits um 10 Uhr beim Strand, wo das Boot uns abholen sollte. Da dieser Strand aber ca. 1km lang war und wir am oberen Ende warteten, das Boot aber am unteren Ende anlegte und dort niemand fand und weiterfuhr, standen wir da wie "gekläpfte" Affen. Zum Glück gab es an diesem Strand eine Lodge, wo wir zur Rezeption gingen und fragten ob wir telefonieren könnten, da unser Boot ohne uns abgefahren sei. Der Rezeptionist wusste sofort Bescheid, da die Bootsgesellschaft auch in der Lodge angerufen hat und sich erkundet hat, wo wir sind. Sie liessen ausrichten, dass wir 3 Stunden später aufs Schiff können und nun am unteren Ende des Strandes warten sollen. Gesagt, getan und diesmal klappte es auch. Jedoch hatten wir nun eine 1.5h Bootsfahrt vor uns, das Meer war sehr unruhig und Denise hatte ihre geliebten Seekrankheits-Tabletten leider auch nicht dabei. Puh, das war vielleicht eine Fahrt. Manchmal musste der Kapitän den Motor abstellen, da Wellen, welche höher als unser Katamaran waren, auf uns zu donnerten, und somit schaukelte das Schiff mächtig hin und her. Um uns herum füllten sich die Kotztüten (kein Witz!!!), aber mit viel Willen und Konzentration blieb unsere Tüte leer. Froh, endlich vom Schiff steigen zu können, hatten wir noch 3km zu laufen, bevor wir beim Auto ankamen. Wir übernachteten nochmals in Motueka, diesmal jedoch in einer Cabin und gönnten uns und unseren Muskeln noch ein warmes Bad im Spa.

Über Greymouth ging es dann weiter zu den Gletschern Franz Josef und Fox. Der Anblick der Gletscher war ein wenig enttäuschend, da für uns immer noch der Aletschgleschter der König der Gletscher ist. Uns imponierte aber, dass der gemässigte Regenwald fast bis zu den Gletschern reicht, was natürlich recht eindrücklich ist. So musste man zum Beispiel 4km durch Regenwald fahren, um den Aussichtspunkt des Foxgleschters zu erreichen. Sonst müssen wir ehrlicherweise sagen, dass wir solche Gletscher in der Schweiz nicht fotografieren würden. Da sind wir durch unsere Schweizer Gletscher und Bergen  schlichtweg zu verwöhnt. Die Weiterfahrt nach Wanaka war sehr schön und wir fuhren über Pässe, vorbei an Seen.

Fox_Glacier
The Fox Glacier. Regenwald und Eis. Passt irgenwie nicht zusammen?!

Tscheggi_Fahrt_nach_WanakaFahrt nach Wanaka. Es hat uns ein wenig an die Schweiz erinnert. Wenn nur die Palme links nicht wäre...

Unsere Weise geht dann weiter nach Queenstown, mehr dazu im nächsten "verrückten" Bericht…